Die Bahn in Schottland und England weist neben vielen betrieblichen auch sonst technisch einige interessante Besonderheiten auf. Einige habe ich an unterschiedlichen Orten fotografiert und hier gesammelt.
So gibt es direkt neben einzelnen Weichen gelegentlich Handhebel-Bänke für die manuelle Umstellung vor Ort. Dazu gehört immer mindestens ein Riegel/Schloss und dann der eigentliche Umstellhebel.



Interessante Gestänge- und Hebelkonstruktion – einfach und funktional. Und durch den Verschluss auch sicher in der Handhabung – im Betrieb allerdings nur bedingt.
Auch bei den Schienen-Befestigungen an den Schwellen gibt es sehr unterschiedliche Modelle.






Noch eine Besonderheit sind Flankenschutz-Entgleisungsweichen – die habe ich so auch noch nicht in anderen Ländern gesehen – quasi eine Weiche ins „nichts“.

Die elektrischen Weichenantriebe von Alstom kannte ich auch bisher nicht – zumindest in Deutschland sind die so nicht im Einsatz:


Interessant auch die Zugsicherung mittels digitaler Token (Radio Electronic Token Block Abkürzung: RETB). Der Lokführer ruft bei der Leitstelle an und erhält dann, wenn die Strecke frei eis,t ein digitales Token. Sobald er aus der Stecke raus ist, ruft er wieder an und gibt den Toten wieder ab und der nächste Zug kann diesen Token bekommen. Ist ganz entfernt mit dem Zugleitbetrieb in Deutschland vergleichbar – nur dass hier der Zugleiter die Übersicht selbst behält, welcher Abschnitt frei und welcher besetzt ist.



Verschluss und Technik an der Schwenkbrücke in Banavie:





Ein Rad- bzw. Achszähler an einem Bahnübergang: Dieser zählt vor und ein zweiter hinter dem Bahnübergang, wie viel Ahsen darüber gerollt sind. Wenn der Zähler wieder auf 0 ist, kann der Bahnübergang wieder für den querenden Verkehr freigegeben werden. Eine sehr einfache Konstruktion, die richtungsunabhängig zählt und ziemlich fehleranfällig ist. Die Dreieck-Balken zwischen den Gleisen sollen übrigens Tiere abhalten.

Und zu guter letzt dieser wuchtige Schneepflug, der von Winterzeiten lange vor der heutigen Zeit kündet. Diesen habe ich in Fort William gesehen und nach Auskunft eines Bahn Mitarbeiters vor Ort war der wohl 20 Jahren nicht mehr im Einsatz. Einen zweiten habe ich in Glenfinnan gesehen, der dort Teil des Museums ist.



Schreibe den ersten Kommentar