Um 6 Uhr auf der Fähre aufstehen, um die Einfahrt in Rotterdam nicht zu verpassen – welche Zeit? GMT oder +1 und Winterzeit und überhaupt – und frühstücken möchte ich ja auch noch. Ganz schön früh im Urlaub, aber was soll’s. Trotzdem werde ich vor dem Wecker wach und draußen dämmert es schon. Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Das sanfte Maschinengeräusch war so schön gleichmäßig brummelnd. Bad und Dusche sind erfreulich geräumig – das war in mancher Unterkunft deutlich schlechterer Standard.
Das Frühstück ist eher mau und die Kaffeemaschine eine Katastrophe. Ok also nach draußen auf das Sonnendeck und mal sehen was so los ist: Nur ein paar Raucher und einige Väter mit den Kindern.
Wir sind schon in der Einfahrt von Rotterdam und es ist einfach immer wieder toll so eine Hafeneinfahrt an Deck zu erleben. Wir werden von dem gleichen Nebel begrüßt, der uns am Vorabend in Hull verabschiedet hat.
Schon elegant, wie der Kapitän den großen Pott hier mal eben einparkt.












Dann kommt die Durchsage für die Fusspassagiere sich zum Ausgang zu begeben… das sind ganz schön viele – ich bin etwas überrascht, da gestern die Halle in Hull quasi komplett leer war und ich an allen Kontrollen einfach so durchgehen konnte. Stellt sich raus die Engländer fahren mit der Fähre nach Rotterdam und am Abend direkt wieder zurück. Krasser Ausflug…

Das war dann also meine Schiffsüberfahrt mit der Pride of Hull. Es folgen die übliche Passkontrolle bei der Schengen Einreise und dann geht’s direkt zum Shuttlebus. … ein letzter Blick zum Schiff 🛳️

Und schon geht’s mit dem Bus zum Bahnhof Rotterdam Centraal. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Das sollte mit dem geplanten Zug passen: Es ist jetzt 8:50 und der Zug fährt 10:50 – lange nicht Zug gefahren 😉

Kaum im Bahnhof schon der erste Fehler – mit dem Handy per Tap on eingecheckt – also wieder raus und Tap off. Ich habe ja eine Fahrkarte… dann mit dem DB Navigator den Durchgang geöffnet. Schnell. Ich einen „richtigen“ Kaffee holen und dann auf den Bahnsteig Gleis 14 – da steht abfahrbereit ein Intercity nach Utrecht. Perfekt- rein, hinsetzen, passt und ab geht die wilde Fahrt im Dosto-IC der niederländischen Bahn (VIRM-VI) von Bombardier (von ca. 2003/2004).

Von Utrecht gehts weiter mit einem Nederlandse Spoorwegen DDZ-4 von Talbot aus dem Jahr 1995/65 direkt nach Enschede. Für sein Alter trotzdem sehr bequem und schnell.

Glück gehabt: die ursprünglich geplante Verbindung liefe nicht – hätte ich nicht den früheren Zug genommen, wäre ich eine Stunde später erst zu Hause.
Aber anders als gedacht wird kurz vor Almelo durchgesagt, dass der Zug dort endet und wir in einen anderen nach Enschede umsteigen müssen. Also wieder raus und in den schon am gleichen Bahnsteig stehenden Blauwnet Stoptrein wieder einsteigen. Der ist nur ca 1/4 so groß wie der andere – aber macht nix, ist er halt voll. Dafür habe ich in Enschede dann noch ein wenig Wartezeit, aber das ist nicht so tragisch. Hat noch locker für einen Kaffee gereicht 🙂

Der DB Regio 643er Triebwagen kommt schon an seinen Bahnsteig zur Fahrt nach Münster und so schließt sich der Kreis ⭕️

Macht’s gut, danke fürs Lesen und bis bald 👋

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