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Tag 13 – Aberdeen – Edinburgh

Nach den Erfahrungen mit der letzten Fahrt von Inverness nach Aberdeen bin ich mal gespannt wie es heute läuft. Aufgrund der neuen Wetter-/Wind-Warnung habe ich das Ticket auf den 9:52 Uhr Zug umgebucht, was sehr unproblematisch ging.

Für meine Fahrt nach Edinburgh wechsle ich von Scotrail auf London North Eastern Railway (LNER) und fahre mit einem etwas moderneren „Azuma“ Intercity Zug der Class 800. Die kenne ich schon von der GWR auf der Strecke London-Paddington nach Bath. Nur das sind sie grün mit gelber Nase – hier weiß mit roten und gelben Streifen.

Kaum sitze ich drin, geht’s auch schon los 🙂. So weit so unspektakulär. Kurz vor der Einfahrt nach Edinburgh fahren wir noch über den Firth of Forth – auch eine Art Fjord an der Nordsee – über die berühmte Forth Bridge. Nachts ist die toll angestrahlt. Mal sehen ob ich es schaffe davon ein Bild zu machen.

Hier ein Bild von der Webseite der Brücke geklaut:

Quelle: https://www.theforthbridges.org/about-the-forth-bridges/forth-bridge/

In Edinburgh kommen wir einfach pünktlich an. Interessant: hier gibt’s die sonst üblichen Bahnsteigsperren nicht – oder ich bin durchgegangen ohne es zu merken. Ein riesiger Bahnhof mit 20 Bahnsteigen die in alle möglichen Richtungen verstreut liegen.

Und: es gibt eine Gepäckaufbewahrung in dem direkt in den Bahnhof integrierten Einkaufszentrum – da kann ich mein Gepäck erstmal zwischenparken.

Direkt draußen empfängt mich schönes kaltes aber sonniges Wetter. Etwas windig vielleicht – kenne ich ja schon von den letzten Tagen. Und kaum aus dem Bahnhof steht man vor einem unfassbar edlen Hotel „The Balmoral“ – da trägt der Portier an der Tür einen wirklich sehr guten Kilt. Inzwischen weiß ich ja worauf man achten muss. Das hat mir der Verkäufer in Inverness im Fraser House erzählt …

Für mich geht’s dann erstmal zu Fuß den Berg rauf zur Burg. Man nimmt natürlich ein paar verschlungene Pfade und lenkt den Weg dann in die Royal Mile. Hier gibt’s dann doch einiges zu sehen – außer den vielen anderen Touristen auch wirklich beeindruckende alte Gebäude, Kirchen, unfassbar teure Läden die Whiskey, Tartan und alles mögliche an Touristenkram verkaufen, super teure Restaurants. Da leiste ich mir nicht mal einen Kaffee.

Nach dem Ausflug zur Burg begebe ich mich wieder zum Bahnhof, Gepäck abholen und in meiner Unterkunft einchecken. Dafür nehme ich den Bus Nr 3 für 11 Stationen. Doch etwas weiter vom Zentrum weg.

Das „Northumberland Hotel“ ist dann doch etwas rudimentär – leider die schlechteste Unterkunft der Reise für die folgenden drei Nächte. Hier fehlt zum ersten Mal ein Verlängerungskabel. Ich werd’s überleben.

Aber zumindest von außen kann es sich sehen lassen.

Mehr Schein als Sein meine Unterkunft

Nach Auspacken und Einrichten geht’s wieder los. Diesmal mit 🚌 47B zum The Vennel (eine historische Treppe im Viertel Grassmarket). Von hier aus hat man den „dramatischsten“ Blick auf das beleuchtete Edinburgh Castle vor dem Abendhimmel.

Danach gehe ich über den Grassmarket und in die Victoria Street – die war Vorlage für die Winkelgasse in Harry Potter.

Danach schlendere ich noch etwas durch das Burg-Viertel und begebe mich dann pünktlich zum Treffpunkt für meine Tour durch di e Unterwelt: Heute ging es in die Fundamente der South Bridge inklusive Folterkammer und Hexenverfolgung.

Die Folterwerkzeuge erspare ich mir hier – aber die Geschichten waren schon recht gruselig.

In der Royal Mile ist immer noch einiges los.

Danach bin ich irgendwie in eine Kneipe geraten und musste mal schnell ein Bier trinken. War doch sehr trocken in der Unterwelt.

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